5. Likör

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Die grundlegenden Begriffsbestimmungen für „Likör“ sowie diverse spezielle „Liköre“, einschließlich chemisch-analytischer Grundanforderungen, sind in der Verordnung (EU) 2019/787, Anhang I, Ziffer 33 - 40 festgelegt.

Zu beachten gilt insbesondere, dass die Bezeichnung „Cream“ nicht für sich, sondern nur ergänzt um den Namen der verwendeten Ausgangsstoffe, die dem Likör seinen vorherrschenden Geschmack verleihen, als rechtlich vorgeschriebene Bezeichnung für Liköre der Kategorie 33, die Milch oder Milcherzeugnisse enthalten, verwendet werden darf.

„Fruchtsaftlikör“ oder „Österreichischer Fruchtsaftlikör“ ist ein Likör der Kategorie 33 und weist einen Anteil an Fruchtsaft - oder einen entsprechend äquivalenten Fruchtanteil - von mindestens 20 Liter Fruchtsaft pro 100 Liter Fertigerzeugnis auf.

Die grundlegenden Begriffsbestimmungen für „Eierlikör „, einschließlich chemisch-analytischer Grundanforderungen, sind in der Verordnung (EU) 2019/787, Anhang I, Ziffer 39 festgelegt.

Zur Herstellung von Eierlikör wird gemäß Verordnung (EU) 2019/787 „hochwertiges Eigelb und Eiweiß“ verwendet. Dies schließt die Verwendung von Trockeneierzeugnissen und chemisch konservierten Flüssigeierzeugnissen aus.

Die Angabe „Eierweinbrand“ ist die verkehrsübliche Zusatz-Bezeichnung für einen „Eierlikör“ dessen Alkohol zu 100 % von Weinbrand stammt. Die Angabe ersetzt nicht die rechtlich vorgeschriebene Bezeichnung.

Werden bei der Herstellung von Eierlikör hochwertige Brände wie Weinbrand, Cognac, Kirsch, Honigbrand usw., mitverwendet, darf in der Kennzeichnung auf die jeweiligen Erzeugnisse angespielt werden („verfeinert mit ...“ - siehe auch Abs. 1.3.7.2).

Likör mit Eizusatz, der gemäß Verordnung (EU) 2019/787, Anhang I, Kategorie 40, mindestens 70 g Eigelb pro Liter Fertigerzeugnis enthält, darf die in Österreich traditionelle Zusatzbezeichnung „Eiercocktail“, ergänzend zur rechtlich vorgeschriebenen Bezeichnung „Likör mit Eizusatz“, tragen.

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