6.2.1. Produktbeschreibung

Ein Tampon nimmt die Menstruationsflüssigkeit bereits im Körper auf. Es gibt verschiedene Arten von Tampons; sie werden entweder mit den Fingern (digitale Tampons) oder mit einer Einführhilfe (Applikator) eingeführt. Tampons bestehen hauptsächlich aus zellulosehaltigem Saugmaterial, entweder aus Viskose oder Baumwolle oder einer Mischung dieser Fasern. In den meisten Fällen ist der Saugkern mit einer dünnen Vliesstoffbahn oder perforierten Folie abgedeckt; einerseits, um ein Abfasern des Saugmaterials zu verhindern, und andererseits, damit der Tampon auch leicht eingeführt und wieder entfernt werden kann. Der Applikator besteht üblicherweise aus Pappe, Karton oder Kunststoff.

Um den individuellen Bedürfnissen – unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Verlaufs von Periodenblutungen – gerecht zu werden, stehen Tampons mit unterschiedlicher Saugkraft und Größen zur Verfügung.

Durch eine standardisierte Verwendung von Tropfensymbolen in sechs Kategorien, auf die sich führende Tamponhersteller in Europa verständigt haben (siehe "Tampon Code of Practice"). http://www.edana.org/search-results?indexCatalogue=site%2Dindex&searchQuery=tampons&wordsMode=0

oder

Search:“tampons“>“TamponCodeofPractice“ _blank - "Tampon Code of Practice">www.edana.org->Search:“tampons“>“TamponCodeofPractice“ erhalten die Verbraucherinnen bei unterschiedlichen Marken eine schnelle Orientierung hinsichtlich der Saugkraft. Je mehr Tropfen auf einer Packung abgebildet sind, desto mehr Flüssigkeit kann der einzelne Tampon aufnehmen. Die Saugkraft der Tampons variiert von einem Tropfen bis hin zu sechs Tropfen.

Binden nehmen die Menstruationsflüssigkeit außerhalb des Körpers auf und stehen entsprechend des individuellen Bedarfs ebenfalls in unterschiedlichen Größen (z. B. von den durchschnittlich dimensionierten bis hin zur langen Nachtbinde) und Saugkapazitäten zur Verfügung. Die meisten Binden bestehen aus mehreren Schichten, wobei es immer eine Oberschicht (dem Körper zugewandte Seite) und eine Unterschicht (vom Körper abgewandte Seite) gibt. Im Inneren der Binde befindet sich bei den meisten Produkten der Saugkern, der die Aufnahmefähigkeit maßgeblich bestimmt. Er besteht aus Zellstoff- bzw. Zellulosefasern oder aus Kunststofffasern und kann zusätzlich hochmolekulare Polyacrylate (Superabsorber) enthalten. Zwischen dem weichen Oberflächenmaterial (Vlies oder Folie) und dem Saugkern liegt meist eine Schicht, die die Flüssigkeit schnell ins Innere weiterleitet und deshalb als Transferschicht bezeichnet wird. Auf der vom Körper abgewandten Seite folgt eine so genannte Wäscheschutzfolie bzw. ein Wäscheschutzvlies, das durch eine Verklebung an den Saugkern anschließt. Abschließend folgt eine spezielle Klebeschicht oder ein Klebestreifen, mit dessen Hilfe die Binde im Slip befestigt wird. Silikonisiertes Papier oder Folie schützt diese Klebeschicht und wird vor der Verwendung des Produktes entfernt. Oberschicht, Transferschicht und Unterschicht können aus unterschiedlichen Kombinationen von natürlichen Fasern oder Kunststofffasern und Kunststofffilmen bestehen. Besonders saugstarke Binden enthalten im Saugkern einen Superabsorber auf der Basis von Polyacrylat, der das Vielfache seines Eigengewichtes an Flüssigkeit aufnimmt und einschließt. Daneben gibt es Binden mit einem reinen Zellstoffkern, die üblicherweise etwas dicker sind. Manche Binden verfügen darüber hinaus über seitliche Laschen, sogenannte "Flügel", die umgeschlagen und auf der Rückseite der Wäsche fixiert werden, um zusätzlichen Halt zu geben. Die Herstellerinnen/Hersteller verwenden üblicherweise eine visuelle Darstellung der unterschiedlichen Saugstärken innerhalb ihres Sortiments. Eine industrieübergreifend harmonisierte Darstellung der Saugstärken ist nicht festgelegt. Binden werden häufig einzeln verpackt angeboten, wobei die Verpackungsfolie der hygienischen Entsorgung der zuvor gebrauchten Binde dient. Die Einzelverpackungsfolie dient außerdem oft als Schutzschicht, welche von der Klebeschicht an der Bindenunterseite vor Gebrauch abgezogen wird.

Slipeinlagen werden meist nicht an den Menstruationstagen verwendet, sondern an allen anderen Tagen des Zyklus, um Körperflüssigkeiten (z. B. Scheidensekrete, Schweiß) aufzunehmen und dienen als Wäscheschutz. Slipeinlagen sind ähnlich im Aufbau wie Binden, nur oft kürzer, schmäler und dünner.

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