3.2.1. Allgemeine Beschreibung und Bezeichnung

Als "-brand" unter Voranstellung des Namens der verwendeten Frucht können ferner Spirituosen bezeichnet werden, die durch Einmaischen bestimmter Beeren und sonstiger Früchte (weder Kern- noch Steinobst) wie z. B. Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren u. a., die teilweise vergoren sind, in Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs oder in Brand oder in einem Destillat und anschließendem Destillieren bei einer Mindestmenge von 100 kg Früchten auf 20 l reinen Alkohol gewonnen werden. Am Etikett ist die zusätzliche Angabe "durch Mazeration und Destillation gewonnen" in der selben Schriftart, Größe und Farbe und im selben Sichtfeld wie die Sachbezeichnung "Brand" (unter der Voranstellung der Bezeichnung der Frucht) anzubringen. Dieser Hinweis muss auf der Frontetikette erfolgen.

Beerenbrand wird nicht aromatisiert.

Diese Erzeugnisse dürfen aus folgenden Früchten gewonnen werden:

  • Brombeeren (Rubus fructicosus L.)
  • Erdbeeren (Fragaria L.)
  • Blaubeeren (Vaccinium myrtillus L.)
  • Himbeeren (Rubus idaeus I.)
  • Rote Johannisbeeren (Ribes vulgare Lam.)
  • Schlehen (Prunus spinosa L.)
  • Vogelbeeren (Sorbus domestica L.)
  • Eberesche (Sorbus domestica L.)
  • Stechpalme (Ilex cassine L.)
  • Mehlbeerbaum (Sorbus torminalis L.)
  • Holunder (Sambucus nigra L.)
  • Hagebutte (Rosa canina L.)
  • schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum L.)
  • Bananen (Musa spp.)
  • Passionsfrüchte (Passiflora edulis Sims)
  • Cythera-Pflaumen (Spondias dulcis Sol. Ex Parkinson)
  • Mombinpflaumen (Spindias mombin L.)

Chemisch-analytische Anforderungen 

  1. Alkoholgehalt mindestens 37,5 %vol.
  2. Methanol höchstens 600 mg/100 ml r.A.
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