B 23 Spirituosen

b23 spirituosenVeröffentlicht mit Geschäftszahl:

BMG-75210/0014-II/B/7/2009 vom 4.2.2010

Änderungen, Ergänzungen:

BMG-75210/0006-II/B/13/2012 vom 24.7.2012
BMG-75210/0001-II/B/13/2015 vom 21.1.2015
BMG-75210/0017-II/B/13/2015 vom 30.4.2015
BMASGK-75210/0004-IX/B/13/2018 vom 17.7.2018
BMASGK-75210/0017-IX/B/13/2019 vom 16.12.2019
BMSGPK-2020-0.465.662-IX/B/13/2020 vom 5.8.2020 (bestehende Fassung gültig bis 24.05.2021)

 

Unterkategorien

Eine geographische Angabe im Sinne dieser Bestimmungen ist eine Angabe, die eine Spirituose als aus dem Hoheitsgebiet eines Landes, einer Region oder eines Ortes in diesem Hoheitsgebiet stammend kennzeichnet, wobei eine bestimmte Qualität, das Ansehen oder ein sonstiges Merkmal im Wesentlichen auf diesen geographischen Ursprung zurückzuführen ist.

Die geographischen Angaben von überregionaler Bedeutung sind in Anhang III der Verordnung (EG) 110/2008 und im Abschnitt 7 dieses Kapitels eingetragen, diejenigen von regionaler Bedeutung im Abschnitt 8.

Die vorbehaltenen Begriffe, die in Anhang II und Anhang III der Verordnung (EG) 110/2008 kursiv angeführt sind, werden nicht übersetzt.

Eingetragene geographische Angaben werden geschützt gegen:

Als "Franzbranntwein" bezeichnete Produkte fallen nicht unter das vorliegende Codexkapitel (siehe Codexkapitel B 33 "Kosmetische Mittel", Abschnitt "2. Franzbranntwein zur äußerlichen Anwendung").

Obstbrand ist, sofern im Folgenden nichts Abweichendes bestimmt ist, eine Spirituose, Inhalt der Subseiten

Der Alkoholgehalt der Obstbrände beträgt mindestens 37,5 %vol.

Obstbrände werden nicht aromatisiert.

Obstbrände werden nicht gefärbt.

Chemisch-analytische Anforderungen

  1. Alkoholgehalt mindestens 38,0 %vol.
  2. Titrierbare Säure (als Essigsäure berechnet) höchstens 350 mg/100 ml r.A.
  3. Flüchtige Ester ("Gesamtester"), als Ethylacetat berechnet 125 bis 700 mg/100 ml r.A.7)
  4. Ethylacetat höchstens 630 mg/100 ml r.A.7)
  5. (Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100 mindestens 10
  6. Gesamtester minus Ethylacetat mindestens 30 mg/100 ml r.A.
  7. Methanol (siehe auch Abs. 2.3.1.1.4) 400 8) bis 1200 mg/100 ml r.A.4)
  8. Höhere Alkohole (iC4 + iC5) mindestens 100 mg/100 ml r.A.
  9. Fuselalkohole (nC3 + iC4 + iC5) 150 bis 15009) mg/100 ml r.A.
  10. Gesamtester/höhere Alkohole (iC4 + iC5) höchstens 5,0
  11. Asche höchstens 0,20 g/l10) (auf Ware berechnet)
  12. Furfurolreaktion deutlich positiv
  13. Extrakt (grav.) 5 g/l – davon höchstens 4 g Zucker pro Liter (auf Ware berechnet)6)
  14. Zusätze von Abrundungsmitteln (z. B. Sorbit, Glycerin, Fruchtsäfte Fruchtextrakte): nicht nachweisbar
  15. Benzaldehyd höchstens 6,5 mg/100 ml r.A.
  16. Gesamt-Blausäure höchstens 7 mg/100 ml r.A.

4) Die alleinige Überschreitung des Methanolhöchstgehaltes begründet keine Verfälschung und ist, sofern nicht Gesundheitsschädlichkeit vorliegt, als Verstoß gegen die Verordnung (EG) 110/2008 idgF. zu beanstanden.

6) Der Extraktgehalt kann den angegebenen Höchstwert bis zu 7,0 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

7) Der Höchstwert kann überschritten werden, wenn der Wert "(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100" über 10 liegt und die Konzentrationen an höheren Alkoholen (iC4 + iC5) bzw. (nC3 + iC4 + iC5) sowie an Methanol die diesbezüglichen Mindestwerte um mehr als 50 % (relativ) überschreiten. (nC3 = 1-Propanol) (iC4 = 2-Methyl-1-propanol) (iC5 = Summe von 2-Methyl-1-butanol und 3-Methyl-1-butanol)

8) Der Mindestwert kann bei Erhitzung der Maische vor der Vergärung unterschritten werden.

9) Der Gehalt an Fuselalkoholen kann den Höchstwert überschreiten, wenn die Gehalte für Gesamtester und höhere Alkohole (iC4 + iC5) um mehr als 50 % (relativ) über den angegebenen Mindestwerten liegen.

10) Der Aschegehalt kann den angegebenen Höchstwert bis 0,50 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

Chemisch-analytische Anforderungen

  1. Alkoholgehalt mindestens 38,0 %vol.
  2. Titrierbare Säure (als Essigsäure berechnet) höchstens 350 mg/100 ml r.A.
  3. Flüchtige Ester ("Gesamtester"), als Ethylacetat berechnet 100 - 700 7) mg/100 ml r.A.
  4. Ethylacetat höchstens 560 mg/100 ml r.A.7) 
  5. (Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100 mindestens 2011)
  6. Gesamtester minus Ethylacetat mindestens 20 mg/100 ml r.A.
  7. Methanol (siehe auch Abs. 2.3.1.1.4) 4008) bis 1000 mg/100 ml r.A.
  8. Höhere Alkohole (iC4 + iC5) mindestens 85 mg/100 ml r.A.
  9. 1-Propanol höchstens 3000 mg/100 ml r.A.5) 
  10. Gesamtester/höhere Alkohole (iC4 + iC5) höchstens 6,0
  11. Asche höchstens 0,20 g/l (auf Ware berechnet)10)
  12. Furfurolreaktion deutlich positiv
  13. Extrakt (grav.) höchstens 5 g/l – davon höchstens 4 g Zucker (auf Ware berechnet)6)
  14. Zusätze von Abrundungsmitteln (z. B. Sorbit, Glycerin, Fruchtsäfte, Fruchtextrakte); nicht nachweisbar
  15. Benzaldehyd höchstens 6,5 mg/100 ml r.A.
  16. Gesamt-Blausäure höchstens 7 mg/100 ml r.A.

5) Die alleinige Überschreitung dieses Grenzwertes liefert keinen hinreichenden Grund für eine Beanstandung des Produktes, sofern nicht auch andere Untersuchungsergebnisse auf die Mitverwendung eines mikrobiell nachteilig beeinflussten Ausgangsmaterials hinweisen.

6) Der Extraktgehalt kann den angegebenen Höchstwert bis zu 7,0 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

7) Der Höchstwert kann überschritten werden, wenn der Wert "(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100" über 10 liegt und die Konzentrationen an höheren Alkoholen (iC4 + iC5) bzw. (nC3 + iC4 + iC5) sowie an Methanol die diesbezüglichen Mindestwerte um mehr als 50 % (relativ) überschreiten. (nC3 = 1-Propanol) (iC4 = 2-Methyl-1-propanol) (iC5 = Summe von 2-Methyl-1-butanol und 3-Methyl-1-butanol)

8) Der Mindestwert kann bei Erhitzung der Maische vor der Vergärung unterschritten werden.

10) Der Aschegehalt kann den angegebenen Höchstwert bis 0,50 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

11) Der Wert kann bis auf 10 zurückgehen, wenn die Konzentration an Milchsäureethylester unter 50 mg/100 ml r. A. liegt.

Chemisch-analytische Anforderungen

  1. Alkoholgehalt mindestens 38,0 %vol.
  2. Titrierbare Säure (als Essigsäure berechnet) höchstens 350 mg/100 ml r.A.
  3. Flüchtige Ester ("Gesamtester"), als Ethylacetat berechnet 125 bis 7007) mg/100 ml r.A.
  4. Ethylacetat höchstens 630 mg/100 ml r.A.7)
  5. (Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100 mindestens 10
  6. Gesamtester minus Ethylacetat mindestens 30 mg/100 ml r.A. 
  7. Methanol (siehe auch Abs. 2.3.1.1.4) 4008) bis 1200 mg/100 ml r.A.
  8. Höhere Alkohole (iC4 + iC5) mindestens 100 mg/100 ml r.A.
  9. Fuselalkohole (nC3 + iC4 + iC5) 150 bis 15009) mg/100 ml r.A.
  10. Gesamtester/höhere Alkohole (iC4 + iC5) höchstens 5,0
  11. Asche höchstens 0,20 g/l (auf Ware berechnet)10)
  12. Furfurolreaktion deutlich positiv
  13. Extrakt (grav.) höchstens 5 g/l – davon höchstens 4 g Zucker/l (auf Ware berechnet)6) 
  14. Zusätze von Abrundungsmitteln (z. B. Sorbit, Glycerin, Fruchtsäfte, Fruchtextrakte): nicht nachweisbar
  15. Benzaldehyd höchstens 6,5 mg/100 ml r.A.
  16. Gesamt-Blausäure höchstens 7 mg/100 ml r.A.

6) Der Extraktgehalt kann den angegebenen Höchstwert bis zu 7,0 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

7) Der Höchstwert kann überschritten werden, wenn der Wert "(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100" über 10 liegt und die Konzentrationen an höheren Alkoholen (iC4 + iC5) bzw. (nC3 + iC4 + iC5) sowie an Methanol die diesbezüglichen Mindestwerte um mehr als 50 % (relativ) überschreiten.
(nC3 = 1-Propanol)
(iC4 = 2-Methyl-1-propanol)
(iC5 = Summe von 2-Methyl-1-butanol und 3-Methyl-1-butanol)

8) Der Mindestwert kann bei Erhitzung der Maische vor der Vergärung unterschritten werden.

9) Der Gehalt an Fuselalkoholen kann den Höchstwert überschreiten, wenn die Gehalte für Gesamtester und höhere Alkohole (iC4 + iC5) um mehr als 50 % (relativ) über den angegebenen Mindestwerten liegen.

10) Der Aschegehalt kann den angegebenen Höchstwert bis 0,50 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

 

Sonstiger "österreichischer Qualitätssteinobstbrand" aus z. B. Mirabellen, Pfirsichen, Dirndln entspricht sinngemäß den vorgenannten Produkten (Abs. 2.3.3.2 bis 2.3.3.4).

Chemisch-analytische Anforderungen

  1. Alkoholgehalt mindestens 38,0 %vol.
  2. Titrierbare Säure (als Essigsäure berechnet) höchstens 350 mg/100 ml r.A.
  3. Flüchtige Ester ("Gesamtester"), als Ethylacetat berechnet 10012) bis 700 mg/100 ml r.A.
  4. Ethylacetat höchstens 630 mg/100 ml r.A.
  5. (Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100 mindestens 10
  6. Gesamtester minus Ethylacetat mindestens 20 mg/100 ml r.A.
  7. Methanol (siehe auch Abs. 2.3.1.1.4) 40013) bis 1000 mg/100 ml r.A.4) 
  8. Höhere Alkohole (iC4 + iC5) mindestens 200 mg/100 ml r.A.14)
  9. Gesamtester/höhere Alkohole (iC4 + iC5) höchstens 5,0
  10. Asche höchstens 0,20 g/l (auf Ware berechnet)10) 
  11. Extrakt (grav.) höchstens 5 g/l – davon höchstens 4 g Zucker/l (auf Ware berechnet)6) 
  12. Zusätze von Abrundungsmitteln (z. B. Sorbit, Glycerin, Fruchtsäfte, Fruchtextrakte): nicht nachweisbar

4) Die alleinige Überschreitung des Methanolhöchstgehaltes begründet keine Verfälschung und ist, sofern nicht Gesundheitsschädlichkeit vorliegt, als Verstoß gegen die Verordnung (EG) 110/2008 idgF. zu beanstanden.

6) Der Extraktgehalt kann den angegebenen Höchstwert bis zu 7,0 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

10) Der Aschegehalt kann den angegebenen Höchstwert bis 0,50 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

12) Der Mindestwert kann unterschritten werden, wenn der Wert "(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100" über 30 liegt.

13) Bei nicht durch Maische, sondern Mostgärung gewonnenen Produkten kann der Methanolgehalt bis auf 20 mg/100 ml r.A. zurückgehen. Der Mindestwert kann bei Erhitzung der Maische vor der Vergärung ebenfalls unterschritten werden.

14) Bei sortenreinen Produkten aus Birnen kann der Mindestwert bis auf 120 mg 100 ml r.A. zurückgehen.

Es ist handelsüblich, unter der Sachbezeichnung "Spirituose" und der Zusatzbezeichnung "....-schnaps" unter Voranstellung des Namens der Frucht Brände in Verkehr zu bringen, denen Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs16) beigefügt wurde, wenn

16) Der Methanolgehalt des zum Verschnitt verwendeten Alkohols landwirtschaftlichen Ursprungs wurde mit 30 mg/100 ml r.A. angenommen.

Obstschnaps wird nicht aromatisiert.

Obstschnaps wird nicht gefärbt.

Chemisch-analytische Anforderungen (Destillatanteil 33 %)

  1. Alkoholgehalt mindestens 35 %vol.
  2. Titrierbare Säure(als Essigsäure berechnet) höchstens 120 mg/100 ml r.A.17)
  3. Flüchtige Ester ("Gesamtester"), als Ethylacetat berechnet 42 bis 233 mg/100 ml r. A.17) 7)
  4. Ethylacetat höchstens 210 mg/100 ml r.A.17) 7) 
  5. (Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100 mindestens 10
  6. Gesamtester minus Ethylacetat mindestens 10 mg/100 ml r.A.
  7. Methanol 1338) bis 530 mg/100 ml r.A.17) 16)
  8. Höhere Alkohole (iC4 + iC5) mindestens 40 mg/100 ml r.A.
  9. Fuselalkohole (nC3 + iC4 + iC5) 50 bis 500 mg/100 ml r.A.17) 9) 
  10. Gesamtester/höhere Alkohole (iC4 + iC5) höchstens 5,0
  11. Asche höchstens 0,20 g/l (auf Ware berechnet)10)
  12. Furfurolreaktion positiv 
  13. Zusätze von Abrundungsmitteln (z. B. Sorbit, Glycerin, Fruchtsäfte, Fruchtextrakte): nicht nachweisbar 
  14. Benzaldehyd höchstens 2,2 mg/100 ml r.A.17)
  15. Gesamt-Blausäure höchstens 3,5 mg/100 ml r.A.17)

7) Der Höchstwert kann überschritten werden, wenn der Wert "(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100" über 10 liegt und die Konzentrationen an höheren Alkoholen (iC4 + iC5) bzw. (nC3 + iC4 + iC5) sowie an Methanol die diesbezüglichen Mindestwerte um mehr als 50 % (relativ) überschreiten. (nC3 = 1-Propanol) (iC4 = 2-Methyl-1-propanol) (iC5 = Summe von 2-Methyl-1-butanol und 3-Methyl-1-butanol)

8) Der Mindestwert kann bei Erhitzung der Maische vor der Vergärung unterschritten werden.

9) Der Gehalt an Fuselalkoholen kann den Höchstwert überschreiten, wenn die Gehalte für Gesamtester und höhere Alkohole (iC4 + iC5) um mehr als 50 % (relativ) über den angegebenen Mindestwerten liegen.

16) Der Methanolgehalt des zum Verschnitt verwendeten Alkohols landwirtschaftlichen Ursprungs wurde mit 30 mg/100 ml r.A. angenommen.

17) Der Höchstwert kann bis zur oberen Grenze des Edelbrandes überschritten werden, wenn alle anderen Kennzahlen und Beurteilungskriterien ebenfalls die Tendenz zum echten Produkt zeigen.

Chemisch-analytische Anforderungen (Destillatanteil 33 %)

  1. Alkoholgehalt mindestens 35 %vol. 
  2. Titrierbare Säure (als Essigsäure berechnet) höchstens 120 mg/100 ml r.A.17)
  3. Flüchtige Ester ("Gesamtester"), als Ethylacetat berechnet 33 bis 233 17) 7) mg/100 ml r.A. 
  4. Ethylacetat höchstens 187 mg/100 ml r.A.17) 7)
  5. (Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100 mindestens 2018)
  6. Gesamtester minus Ethylacetat mindestens 7 mg/100 ml r.A. 
  7. Methanol 1338) bis 53017) 16) mg/100 ml r.A.
  8. Höhere Alkohole (iC4 + iC5) mindestens 28 mg/100 ml r.A.
  9. 1-Propanol höchstens 1000 mg/100 ml r.A.5) 17) 
  10. Gesamtester/höhere Alkohole (iC4 + iC5) höchstens 6,0
  11. Asche höchstens 0,20 g/l (auf Ware berechnet)10)
  12. Furfurolreaktion positive 
  13. Zusätze von Abrundungsmitteln (z. B. Sorbit, Glycerin, Fruchtsaft, Fruchtsaftextrakte): nicht nachweisbar
  14. Benzaldehyd höchstens 2,2 mg/100 ml r.A.17) 
  15. Gesamt-Blausäure höchstens 3,5 mg/100 ml r.A.17)

5) Die alleinige Überschreitung dieses Grenzwertes liefert keinen hinreichenden Grund für eine Beanstandung des Produktes, sofern nicht auch andere Untersuchungsergebnisse auf die Mitverwendung eines mikrobiell nachteilig beeinflußten Ausgangsmaterials hinweisen.

7) Der Höchstwert kann überschritten werden, wenn der Wert "(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100" über 10 liegt und die Konzentrationen an höheren Alkoholen (iC4 + iC5) bzw. (nC3 + iC4 + iC5) sowie an Methanol die diesbezüglichen Mindestwerte um mehr als 50 % (relativ) überschreiten. (nC3 = 1-Propanol) (iC4 = 2-Methyl-1-propanol) (iC5 = Summe von 2-Methyl-1-butanol und 3-Methyl-1-butanol)

8) Der Mindestwert kann bei Erhitzung der Maische vor der Vergärung unterschritten werden.

9) Der Gehalt an Fuselalkoholen kann den Höchstwert überschreiten, wenn die Gehalte für Gesamtester und höhere Alkohole (iC4 + iC5) um mehr als 50 % (relativ) über den angegebenen Mindestwerten liegen.

10) Der Aschegehalt kann den angegebenen Höchstwert bis 0,50 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

16) Der Methanolgehalt des zum Verschnitt verwendeten Alkohols landwirtschaftlichen Ursprungs wurde mit 30 mg/100 ml r.A. angenommen.

17) Der Höchstwert kann bis zur oberen Grenze des Edelbrandes überschritten werden, wenn alle anderen Kennzahlen und Beurteilungskriterien ebenfalls die Tendenz zum echten Produkt zeigen.

18) Der Wert kann bis auf 10 zurückgehen, wenn die Konzentration an Milchsäureethylester unter 17 mg/100 ml r.A. liegt oder wenn entsprechend dem Destillatanteil der Milchsäureethylestergehalt den in Fußnote 11) genannten Höchstwert nicht überschreitet.

Chemisch-analytische Anforderungen (Destillatanteil 33 %)

  1. Alkoholgehalt mindestens 35 %vol.
  2. Titrierbare Säure (als Essigsäure berechnet) höchstens 120 mg/100 ml r.A.17)
  3. Flüchtige Ester ("Gesamtester"), als Ethylacetat berechnet 42 bis 233 17) 7) mg/100 ml r.A.
  4. Ethylacetat höchstens 210 mg/100 ml r.A.17) 7) 
  5. (Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100 mindestens 10
  6. Gesamtester minus Ethylacetat mindestens 10 mg/100 ml r. A.
  7. Methanol 1338) bis 53017) 16) mg/100 ml r.A. 
  8. Höhere Alkohole (iC4 + iC5) mindestens 33 mg/100 ml r.A. 
  9. Fuselalkohole (nC3 + iC4 + iC5) 50 bis 500 mg/100 ml r.A.17) 12)
  10. Gesamtester/höhere Alkohole (iC4 + iC5) höchstens 5,0
  11. Asche höchstens 0,20 g/l (auf Ware berechnet)10)
  12. Furfurolreaktion deutlich positiv
  13. Zusätze von Abrundungsmitteln (z. B. Sorbit, Glycerin, Fruchtsäfte, Fruchtextrakte): nicht nachweisbar
  14. Benzaldehyd höchstens 2,2 mg/100 ml r.A.17) 
  15. Gesamt-Blausäure höchstens 3,5 mg/100 ml r.A.17)

7) Der Höchstwert kann überschritten werden, wenn der Wert "(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100" über 10 liegt und die Konzentrationen an höheren Alkoholen (iC4 + iC5) bzw. (nC3 + iC4 + iC5) sowie an Methanol die diesbezüglichen Mindestwerte um mehr als 50 % (relativ) überschreiten. (nC3 = 1-Propanol) (iC4 = 2-Methyl-1-propanol) (iC5 = Summe von 2-Methyl-1-butanol und 3-Methyl-1-butanol)

8) Der Mindestwert kann bei Erhitzung der Maische vor der Vergärung unterschritten werden.

10) Der Aschegehalt kann den angegebenen Höchstwert bis 0,50 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

12) Der Mindestwert kann unterschritten werden, wenn der Wert "(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100" über 30 liegt.

16) Der Methanolgehalt des zum Verschnitt verwendeten Alkohols landwirtschaftlichen Ursprungs wurde mit 30 mg/100 ml r.A. angenommen.

17) Der Höchstwert kann bis zur oberen Grenze des Edelbrandes überschritten werden, wenn alle anderen Kennzahlen und Beurteilungskriterien ebenfalls die Tendenz zum echten Produkt zeigen.

Sonstige Steinobstschnäpse z. B. aus Mirabellen, Pfirsichen, Dirndln, entsprechen sinngemäß den vorgenannten Produkten (Abs. 3.1.2 bis 3.1.4).

Chemisch-analytische Anforderungen 

  1. Alkoholgehalt mindestens 35 %vol.
  2. Titrierbare Säure (als Essigsäure berechnet) höchstens 12017) mg/100 ml r.A.
  3. Flüchtige Ester ("Gesamtester"), als Ethylacetat berechnet 3312) bis 233 17) mg/100 ml r.A.
  4. Ethylacetat höchstens 21017) mg/100 ml r.A.
  5. (Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100 mindestens 10
  6. Gesamtester minus Ethylacetat mindestens 7 mg/100 ml r.A.
  7. Methanol 13313) bis 53017) 16) mg/100 ml r.A.
  8. Höhere Alkohole (iC4 + iC5) mindestens 6619) mg/100 ml r.A.
  9. Gesamtester/höhere Alkohole (iC4 + iC5) höchstens 5,0
  10. Asche höchstens 0,20 g/l (auf Ware berechnet)10)
  11. Zusätze von Abrundungsmitteln (z. B. Sorbit, Glycerin, Fruchtsäfte, Fruchtextrakte): nicht nachweisbar

10) Der Aschegehalt kann den angegebenen Höchstwert bis 0,50 g/l (auf Ware berechnet) überschreiten, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

12) Der Mindestwert kann unterschritten werden, wenn der Wert "(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100" über 30 liegt.

13) Bei nicht durch Maische, sondern Mostgärung gewonnenen Produkten kann der Methanolgehalt bis auf 20 mg/100 ml r. A. zurückgehen. Der Mindestwert kann bei Erhitzung der Maische vor der Vergärung ebenfalls unterschritten werden.

16) Der Methanolgehalt des zum Verschnitt verwendeten Alkohols landwirtschaftlichen Ursprungs wurde mit 30 mg/100 ml r.A. angenommen.

17) Der Höchstwert kann bis zur oberen Grenze des Edelbrandes überschritten werden, wenn alle anderen Kennzahlen und Beurteilungskriterien ebenfalls die Tendenz zum echten Produkt zeigen.

19) Bei sortenreinem Birnenschnaps kann der Mindestwert bis auf 40 mg/100 ml r.A. zurückgehen.

Alkoholgehalt mindestens 35 % vol
Titrierbare Säure147, als Essigsäure berechnet höchstens 120 g/hl r. A.
Flüchtige Ester148 („Gesamtester“), als Ethylacetat berechnet 33 bis 233 g/hl r. A.
Ethylacetat148 höchstens 210 g/hl r. A.
(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100 mindestens 10
Gesamtester minus Ethylacetat mindestens 7 g/hl r. A.
Methanol 149 150 133 bis 530 g/hl r. A.
Höhere Alkohole 151(iC4 + iC5)* mindestens 66 g/hl r. A.
Gesamtester/Höhere Alkohole höchstens 5,0
Asche 152 höchstens 0,20 g/l (auf Ware berechnet)
Furfurolreaktion positiv
Zusätze von Abrundungsmitteln (z. B. Sorbit, Glycerin, Fruchtsäfte, Fruchtextrakte) nicht nachweisbar

* iC4 = 2-Methyl-1-propanol (iso-Butanol); iC5 = Summe von 2-Methyl-1-butanol und 3-Methyl-1-butanol (iso-Amylalkohole)

 


 

147Der Höchstwert kann bei Destillatanteilen größer 33 % (theoret.) bis zur Obergrenze für Österr. Qualitätskernobstbrand überschritten werden, wenn alle anderen Kennzahlen und Beurteilungskriterien ebenfalls in dieselbe Richtung weisen;

148Der Mindestwert kann unterschritten werden, wenn der Wert „(Gesamtester minus Ethylacetat/Gesamtester) x 100“ über 30 liegt. Der Höchstwert kann bei Destillatanteilen größer 33 % (theoret.) bis zur Obergrenze für Österr. Qualitätskernobstbrand überschritten werden, wenn alle anderen Kennzahlen und Beurteilungskriterien ebenfalls in dieselbe Richtung weisen;

149Der Mindestwert kann bei Erhitzung der Maische vor der Vergärung unterschritten werden.

150Der Höchstwert kann bei Destillatanteilen größer 33 % (theoret.) bis zum entsprechenden Grenzwert für bestimmte Kernobstarten gemäß Verordnung (EU) 2019/787 überschritten werden, wenn alle anderen Kennzahlen und Beurteilungskriterien ebenfalls in dieselbe Richtung weisen;

151Bei sortenreinem Birnenschnaps kann der Mindestwert bis auf 40 g/hl r. A. zurückgehen.

152Der Aschgehalt kann bis auf 0,50 g/l (auf Ware berechnet) ansteigen, wenn dies durch eine Lagerung des Produktes in Behältnissen aus Holz erklärbar ist.

Unter diesen Erzeugnissen sind jene zusammengefasst, die nach traditionellen Verfahren hergestellt wurden und seit Jahrzehnten am Weltmarkt Eingang gefunden haben. Dazu zählen auch Erzeugnisse, die aus schwer vergärbaren oder auch zuckerarmen Rohstoffen (Maischen) gewonnen wurden (durch Destillation vergorener Maische mit oder ohne Zusatz von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, Zucker oder durch Destillation eines alkoholischen Ansatzes unvergorener Rohstoffe.

Liköre sind versüßte Spirituosen, die unter Verwendung von Zucker, geeigneten Zuckerarten oder Honig hergestellt werden. Weiters werden nachstehende Stoffe verwendet: Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs oder andere alkoholische Flüssigkeiten wie Edelbranntweine, Geiste, Spritdurchzüge, alkoholische Auszüge, Destillate, Wein, Obstwein, frische Früchte, eingelegte und getrocknete Früchte, Fruchtpasten, Fruchtsäfte, Kräuter, Eier, Kakao, Kaffee, Tee, Milch, Schokolade usw., Aromen, spezielle Zusätze wie Genusssäuren, Blattgold usw.

Der Mindestzuckergehalt, ausgedrückt als Invertzucker, beträgt 100 g/l.

Für Enzianlikör oder ähnliche Liköre, die mit Enzian oder ähnlichen Pflanzen als einzigem Aromastoff hergestellt werden, beträgt der Mindestzuckergehalt 80 g/l.

Die Bezeichnung "-Creme" mit vorangestellter Bezeichnung der betreffenden Frucht oder des verwendeten Ausgangsstoffes mit Ausnahme von Milcherzeugnissen ist Likören mit einem Mindestzuckergehalt, ausgedrückt als Invertzucker, von 250 g/l vorbehalten.

Für Kirschlikör, dessen Alkohol ausschließlich aus Kirschbrand besteht, beträgt der Mindestzuckergehalt 70 g/l.

Der Fruchtsaftanteil bei als "Fruchtsaftlikör" oder "Österreichischer Fruchtsaftlikör" bezeichneten Produkten beträgt mindestens 20 l Fruchtsaft pro 100 l Fertigerzeugnis.

Die Bezeichnung "Cassiscreme" ist den Likören aus schwarzen Johannisbeeren mit einem Mindestzuckergehalt, ausgedrückt als Invertzucker, von 400 g/l vorbehalten.

Liköre dürfen mit Aromastoffen und/oder Aromaextrakten aromatisiert werden.

Für nachstehende Liköre werden nur natürliche Aromastoffe und/oder Aromaextrakte verwendet:

Spirituosen, die nicht den in Kapitel 1. beschriebenen vorbehaltenen Bezeichnungen entsprechen, dürfen die dort genannten Bezeichnungen nicht tragen. Sie müssen als "Spirituose" bezeichnet werden.

In diese Kategorie fallen insbesondere auf Trinkstärke herabgesetzter Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, aromatisiert oder nicht, mit Kräuterauszügen oder verschiedenen anderen aromatisierenden Stoffen, flüssigen Lebensmitteln u.dgl. gemischt, unter Umständen besonders gereinigt.

Chemisch-analytische Anforderungen

Alkoholgehalt
Kontuszowka, Stanislauer mindestens 37,5 %vol.
Bitter, Nußschnaps/Nussschnaps
und sonstige: mindestens 15 %vol.

Diese Produkte tragen auf der Hauptetikette im Sichtfeld deutlich sicht- und lesbar die Bezeichnung "Spirituose", neben einer allfälligen Phantasiebezeichnung wie Kontuszowka oder Stanislauer.

Originalfassungen der bei der Kommission eingereichten Technischen Unterlagen sind in der mit Bekanntmachung1 2019/C 115/11 anerkannten und aktuell gültigen Version auf der Online-Plattform www.verbrauchergesundheit.gv.at/Lebensmittel/herkunft/herkunft.html öffentlich zugänglich.

In den nachfolgenden Unterabschnitten niedergelegte (Produkt)Spezifikationen entsprechen inhaltlich den anerkannten Technischen Unterlagen und umfassen insbesondere die für die Anwendung der jeweiligen Technischen Unterlage in Österreich unverzichtbaren Spezifikationen. In den Einreichunterlagen unter "EU- oder nationale/regionale Rechtsvorschriften"2 als Hintergrundinformation angeführte spirituosenspezifische bzw. horizontale Regelungen sind den Originalfassungen zu entnehmen.

(Produkt)Spezifikationen für grenzüberschreitende geografischen Angaben wie Korn/Kornbrand, eingetragen für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (Antragsprache Deutsch) und Pálinka, eingetragen für Ungarn und Österreich (Antragsprache Ungarisch), sind inhaltlich eingeschränkt auf den für Österreich relevanten Anwendungsbereich der entsprechenden Technischen Unterlage wiedergegeben.

 

1 Bekanntmachung zur Bewertung der technischen Unterlagen etablierter geografischer Angaben für Spirituosen (2019/C 115/11), ABl. C 115 vom 27.3.2019, S. 36

2 gemäß Formvorlage für technische Unterlagen in Anhang II der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 716/2013 vom 25. Juli 2013 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 110/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Etikettierung von Spirituosen sowie zum Schutz geografischer Angaben für Spirituosen (ABl. L 201 vom 26.7.2013, S. 21)

Korn oder Kornbrand

Getreidespirituose

Korn bzw. Kornbrand, im Folgenden zusammenfassend Korn/Kornbrand genannt, ist eine Getreidespirituose, die durch Destillation von vergorener Maische aus Weizen (einschließlich der alten Sorten Dinkel, Einkorn und Emmer), Roggen, Gerste, Hafer oder Buchweizen gewonnen wird.

  • Physikalische, chemische Eigenschaften

Vorhandener Alkoholgehalt der trinkfertigen Ware:

Korn mindestens 32 % vol.
Kornbrand mindestens 37,5 % vol.
  • Organoleptische Eigenschaften

Klarheit: klar

Farbe: wasserhell oder bei im Kontakt mit Holz gereiften Produkten – je nach Holzbeschaffenheit – wasserhell, gelblich, rötlich oder bräunlich

Geruch: dezent, d. h. zart und leicht, bis kräftig nach Getreide - bei sortenreinem Korn nach dem verwendeten Getreide, bei im Kontakt mit Holz gereiften Produkten mit typischer Lagernote, die aus dem Kontakt mit dem Holz stammt. Geschmack: weich, harmonisch, mild bis kräftig getreidearomatisch-würzig; bei gereifter Ware typisch für das verwendete Lagergefäß.

  • Besondere Merkmale (im Vergleich zu anderen Spirituosen derselben Kategorie)

· Lediglich die folgenden Rohstoffarten sind zulässig: Weizen (einschließlich der alten Sorten Dinkel, Einkorn und Emmer), Gerste, Hafer, Roggen oder Buchweizen.

· Es muss jeweils das volle Getreidekorn oben genannter Rohstoffarten mit all seinen Bestandteilen verzuckert und anschließend vergoren werden.

· Wird zur Verzuckerung der Getreidestärke anstelle von Enzymen traditionell ganz oder teilweise (Darr-)Malz verwendet, darf der Anteil des (Darr-) Malzes nicht mehr als 25 vom Hundert des Hauptrohstoffes oder der Hauptrohstoffe (vor dem Einmaischen) betragen.

· Gentechnisch hergestellte Hefearten werden nicht verwendet. Abgesehen von technischen Hilfsstoffen werden der Getreidemaische während des Verzuckerungs- und Vergärungsprozesses keine anderen Stoffe wie z. B. süßende Erzeugnisse oder Aromen zugesetzt.

· Farbstoffe werden nicht zugesetzt.

· Süßende Erzeugnisse werden weder den Destillaten noch den Fertigerzeugnissen zugegeben.

· Verwendete Lebensmittelzusatzstoffe oder sonstige Stoffe: keine, außer Wasser zur Herabsetzung auf Trinkstärke (sog. Reinheitsgebot für Korn). Eine abweichende Regelung gilt für Erzeugnisse, die gemäß Abs. 7.4.5 „Verfahren zur Gewinnung der Spirituose" mindestens 24 Monate im Kontakt mit Holz gereift sind.

 

Die Herstellung von Korn/Kornbrand muss in Österreich, Deutschland oder in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens erfolgen. Eine Aufteilung der einzelnen Herstellungsschritte auf die genannten Regionen ist möglich.

Jedoch dürfen die Herabsetzung des/der hochprozentigen Korndestillate/s auf Trinkstärke mit Wasser, die Abfüllung in Flaschen oder andere geeignete Verkaufsbehälter und das Etikettieren und Verpacken auch außerhalb des definierten geografischen Gebietes erfolgen.

Zur „deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens" zählen folgende Gemeinden: Eupen, Kelmis, Lontzen, Raeren, Amel, Büllingen, Burg-Reuland, Bütgenbach und Sankt Vith.

Im ersten Arbeitsschritt zur Gewinnung von Korn/Kornbrand, dem Stärkeaufschluss, werden die als Rohstoff verwendeten Weizen-, Dinkel-, Einkorn-, Emmer-, Gersten-, Hafer-, Roggen- oder Buchweizenkörner entweder in einer Mühle (meistens Hammermühle) gemahlen bzw. geschrotet oder in ganzem Zustand in einem Dämpfer (Henzedämpfer) unter Druck erhitzt. Das Mahlen oder Dämpfen der Körner setzt die in den Körnern enthaltene Stärke frei und es entsteht ein Brei, die sog. Maische.

Als nächster Arbeitsschritt folgt die Verzuckerung. Dabei werden der Maische im sog. Vormaischbottich Enzyme oder alternativ in traditioneller Weise Malz zugesetzt. Die Enzyme bzw. das Malz bewirken eine Umwandlung der Stärke in Zucker (Malzzucker bzw. Maltose).

Im Anschluss daran erfolgt die Gärung oder Fermentation. Die sog. Süßmaische wird in Gärtanks gepumpt und der Zusatz der Hefe (in der Regel handelt es sich hier um eine spezielle Brennereihefe) bzw. die in der Hefe enthaltenen Enzyme bewirken in einem ersten Schritt die Umwandlung des Malzzuckers in Glucose (sog. Dextrose) und in einem zweiten Schritt die Umwandlung von Dextrose in Alkohol und Kohlensäure. Die Gärung dauert je nach Gärverfahren in der Regel zwei oder drei Tage.

Als vierter Arbeitsschritt folgt die Destillation. Beim traditionellen, insbesondere in landwirtschaftlichen Kornbrennereien noch immer vorzufindenden diskontinuierlichen Destillationsverfahren wird zwischen der ersten und zweiten Destillation unterschieden. Bei der ersten Destillation, dem sog. Rohbrennen, wird die vergorene Maische (sog. Sauermaische) in einer Rohbrandkolonne zum Sieden gebracht. Der in Form von Dampf entweichende Alkohol wird am oberen Ende der Kolonne aufgefangen und durch Abkühlen wieder verflüssigt. Eine zweite Destillation, die sog. Rektifikation, die in einer Feinbrandkolonne bzw. in einem Feinbrandblasengerät mit Verstärkerböden erfolgt, befreit den Rohbrand (Rohalkohol) von allen unerwünschten Geschmacks- und Geruchsstoffen. In modernen größeren Kornbrennereien wird das Korndestillat einzügig in einem Destillationsvorgang hergestellt, nicht zuletzt, um Energie zu sparen. Schließlich wird Korn in Österreich (bzw. Deutschland) zum Teil auch in bäuerlichen Abfindungsbrennereien, die lediglich über kupferne Brennblasen mit maximal drei Verstärkerböden und einem Fassungsvermögen von höchstens 150 Liter verfügen dürfen, in einem oder zwei getrennten Destillationsvorgängen gewonnen.

Nach der Destillation schließt sich vielfach eine Reifung in Holzfässern oder Behältnissen mit Holzeinbauten an. Alternativ werden die Korndestillate auch in anderen geeigneten Behältnissen gelagert. Nicht verwendet werden Holzchips oder Eichenholzspäne.

Als letztes folgt die Fertigstellung, die folgende Schritte beinhaltet:

  • eine eventuelle Zusammenstellung („blending") unterschiedlicher Korndestillate,
  • die Herabsetzung des/der hochprozentigen Korndestillate/s auf Trinkstärke mit Wasser,
  • die Abfüllung des trinkfertigen Korn in Flaschen oder andere geeignete Verkaufsbehälter,
  • das Etikettieren und Verpacken.

Vorbehaltlich des nachfolgenden Unterabsatzes werden Korn/Kornbrand weder Zusatzstoffe noch sonstige Stoffe zugefügt.

Sofern Erzeugnisse mindestens 24 Monate im Kontakt mit Holz gereift sind, wobei unter „Reifung“ das im EU-Spirituosenrecht beschriebene Verfahren zu verstehen ist, darf ihnen zur Abrundung karamellisierter Zuckersirup oder karamellisierter Zucker bis zu einer Höchstmenge von 0,05 g je Liter Fertigware zugesetzt werden. Dieser Zusatz ist gemäß Abs. 7.4.9.4 „Besondere Etikettierungsregeln", kenntlich zu machen.

Mitgliedstaat: Bundesrepublik Deutschland, mit Ermächtigung die Technische Unterlage auch für Österreich und die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens einzureichen.

  • Angaben zu dem geografischen Gebiet oder Ursprung, die für den Zusammenhang von Bedeutung sind

Das Renommee von Korn/Kornbrand als typische Spirituose des deutschen Sprachraums ist durch zahlreiche geschichtliche Urkunden, in der Literatur und durch frühe gesetzliche Vorschriften umfassend belegt. Die Herstellung von Korn hat in Deutschland, Österreich und in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens lange Tradition.

Früh schon, im Hofkanzleidekret vom 21. September 1835 (Politische Gesetzessammlung, 63. Band, Nr. 154), wird in Österreich die Untersuchung des „Branntweins" auf seine Reinheit geregelt und bereits in der ersten Ausgabe des Österreichischen Lebensmittelbuches Codex alimentarius Austriacus, Band III. Kapitel XLIX „Spirituosen" von 1917 - basierend auf dem Entwurf "Spirituosen und Essig" (N v. Lorenz) aus den Jahren 1891 bis 1898 - wird "Echter Kornbranntwein" den "Edelbranntweinen" zugezählt […] "wenn ihm nicht fremde Geruchs- oder Geschmacksstoffe zugesetzt worden sind".

Und auch die Herstellung von „echtem" Kornbranntwein wird bereits präzisiert:

„Zur Herstellung des echten Kornbranntweins vermaischt man geschrotetes oder gequetschtes Korn (Roggen) unter Zusatz von Malz, und zwar von Darrmalz oder Grünmalz, kühlt die Maische ab und vermischt mit Anstellhefe. Hie und da wird bei der Herstellung des Kornbranntweins auch Weizen mitverarbeitet oder eine geringe Menge von gekochtem oder gedämpftem Mais oder Buchweizen zugesetzt."

Die erste europäische Spirituosenverordnung, die ab 15. Dezember 1989 galt (Verordnung (EWG) Nr. 1576/89) reservierte die Bezeichnungen Korn/Kornbrand ausschließlich für Hersteller in „Deutschland und den Gebieten der Gemeinschaft mit Deutsch als eine der Amtssprachen".

Mit der zweiten europäischen Spirituosenverordnung, die mit Wirkung vom 20. Mai 2008 zur Anwendung kam (Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 110/2008), wurden die Bezeichnungen „Korn" und „Kornbrand" erstmals EU-weit als geografische Angaben ausschließlich für Hersteller in Deutschland, Österreich und in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens geschützt.

  • Bestimmte Eigenschaften, die dem geografischen Gebiet zuzuschreiben sind

Die spezifischen Boden- und Klimaverhältnisse in den jeweiligen Gebieten der drei EU-Mitgliedstaaten lassen die traditionellen Getreidearten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Buchweizen, durchaus leicht unterschiedlich und stets exzellent, gedeihen. So sind insbesondere die aus den deutschen Schwerpunktregionen Westfalen (Münsterland), Emsland und in Thüringen (Goldene Aue) gedeihenden Rohstoffe von jeher wegen ihrer Qualität bekannt und geschätzt. Österreichs traditionelles Qualitätsweizengebiet, die „Kornkammer", erstreckt sich vor allem auf das mittlere und östliche Niederösterreich sowie das nördliche und mittlere Burgenland. Geprägt vom warmen pannonischen Klima gedeihen in den tiefgründigen, humusreichen Böden die besten österreichischen Weizenqualitäten. Auch in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens hat der Getreideanbau, nicht zuletzt auf Grund der dort vorhandenen Böden und des Klimas eine lange Tradition.

In Verbindung mit der über die Jahre kontinuierlich verfeinerten Brenntechnik verleihen diese Rohstoffe dem Korn/Kornbrand seinen besonders milden und weichen Geschmack.

Auch wenn viele Kornbrennereien weiterhin Getreide aus der Region verwenden, besteht keine rechtliche Verpflichtung, nur Getreide aus dem abgegrenzten geografischen Gebiet zu verwenden.

Mit Einführung des Maria-Theresianischen Brennrechts („3 Hektoliter Brennrecht") im 18. Jahrhundert entwickelte sich in Österreich, ähnlich wie in Deutschland mit dem Branntweinmonopolgesetz, eine ausgeprägt kleinteilige Produktionsstruktur.

Neben der fixen Verankerung als Kulturgut im gesamten deutschsprachigen Raum der EU stützt sich das Ansehen von Korn speziell in Österreich, auch auf die beliebte Verwendung von Korn („Ansatzkorn") als hochwertige alkoholische Basis zur Herstellung von Likören. So existieren zahlreiche traditionelle Hausrezepte, wie etwa für die Herstellung von „Nuss-"oder „Zirbenschnaps" (Verkehrsbezeichnung Likör oder Spirituose) aber auch für diverse Fruchtliköre wie z. B. Weichsellikör, Heidelbeerlikör und ähnliche mehr. Diese, vor allem im privaten oder bäuerlichen Umfeld gerne hergestellten „angesetzten" Spirituosen sind ohne die dezent spezifischen Noten von Korn undenkbar. Erst der weiche, harmonische, milde bis kräftige Geschmack von Korn verleiht den Erzeugnissen ihren gewohnt vertrauten harmonisch runden Wohlgeschmack. Die Beliebtheit und das hohe Ansehen, das Korn allen schnelllebigen Trends zum Trotz über all die Jahre hinweg in Österreich genießt, lässt sich unschwer auch an den zahlreichen, im Internet publizierten Grundrezepten für Spirituosen mit Korn ablesen.

Selbst „Bio"-Korn, der im Einklang mit den Regeln der biologischen Landwirtschaft in Österreich hergestellt wird, hat mittlerweile Eingang am Markt gefunden und gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Der österreichische Markt an Korn umfasst aktuell (Stand: 2014) rund 800.000 Flaschen à 0,7 Liter.

  Geschützte Bezeichnung Sachbezeichnung Rohstoff Geschütztes Gebiet Qualitätskriterien Bemerkungen
8.1. Alpachtaler Scheuerlbirnen-brand Scheuerlbirne (Pirus Communis) Gemeinden: Alpbach, Reith i. A., Brixlegg Alkoholgehalt: mind. 39 - max. 49 %vol. „Edelbrand“ (siehe Abs. 2.1.2) Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus den genannten Gemeinden kommt bzw. durchgeführt wird.
8.2. Burgenländischer Kirschbrand Kirsche Bundesland Burgenland Alkoholgehalt: mind. 38 %vol. Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus dem Bundesland Burgenland kommt bzw. durchgeführt wird.
8.3. Burgenländischer Marillenbrand Marille Bundesland Burgenland Alkoholgehalt: mind. 38 %vol. Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus dem Bundesland Burgenland kommt bzw. durchgeführt wird.
8.4. Burgenländischer Weinbrand Wein Bundesland Burgenland Alkoholgehalt: mind. 38 %vol. Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus dem Bundesland Burgenland kommt bzw. durchgeführt wird.
8.5. Fraxner oder Fraxner Kriasiwasser Kirsch Kirschen (Prunus Avium) Gemeinde Fraxern Alkoholgehalt: mind. 40 - max. 45 %vol. „Edelbrand“ (siehe Abs. 2.1.2) Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus der genannten Gemeinde kommt bzw. durchgeführt wird.
8.6. Husbirer
07.06.2019: Teil des Antrags auf Eintragung der geografischen Angabe Bodensee Birnenbrand (mit oder Angabe der Sorten(n)); PGI-DE+AT+CH-026756 (Übermittlung der Technischen Unterlage und des einzigen Dokuments via e-Ambrosia an EK; federführend DE)
Birnenbrand Hausbirne (Pirus Communis) Bundesland Vorarlberg Alkoholgehalt: mind. 40 % vol. "Österr. Qualitätsobstbrand";
kein Zusatz süßender Erzeugnisse,
kein Zusatz von Farbstoffen, sonstigen Lebensmittelzusatzstoffen, anderen Stoffen/Bonifikateuren
Die gebräuchliche Sortenbezeichung "Husbirer" ist Destillaten vorbehalten, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus dem genannten Bundesland kommt bzw. durchgeführt wird.
8.7. Kirschenlikör mit Inländerrum Likör "Inländerrum", Kirschsaft Alle Regionen Österreichs  Alkoholgehalt: mind. 22,5 % vol. Anteil an Kirschenfruchtsaft mind. 10 l/100 l Fertigerzeugnis, Mindestzuckergehalt (ausgedrückt als Invertzucker) 100 g/l Abfüllung ausschließlich am Herstellungsort. Zur Lieferung an die Gastronomie sind Behältnisse bis 30 l handelsüblich, Gebindegrößen für Weiterverarbeiter überschreiten nicht 1.000 l. Eine Lieferung an Abfüller außerhalb Österreichs erfolgt nicht.
8.8. Krautinger Halmrübenbrand Halmrübe
(Stoppelrübe)
(Brassica rapa L.ssp.rapa)
Gemeinde Wildschönau Alkoholgehalt: mind. 39 - max. 49 %vol. Für Erzeugnisse, bei denen der Rohstoff aus dem Bundesland Tirol stammt. Die Destillation und Fertigmachung* wird in der genannten Gemeinde durchgeführt.
8.9. Mariazeller Almwiesen Honigbrand Almwiesenhonig Gemeinden: Mariazell, Gußwerk, Mitterbach, St. Sebastian, Halltal Alkoholgehalt: mind. 39 %vol. Der Blütenhonig stammt aus Bienenstöcken auf Almwiesen aus einer Seehöhe über 800 m. Der Rohstoff, die Gärung, die Destillation und Fertigmachung1) kommt aus bzw. wird in den angeführten Gemeinden durchgeführt.
8.10. Mariazeller Blüten Honigbrand Blütenhonig Gemeinden: Mariazell, Gußwerk, Mitterbach, St. Sebastian, Halltal Alkoholgehalt: mind. 39 %vol. Der Blütenhonig stammt aus Bienenstöcken aus einer Seehöhe bis 800 m. Der Rohstoff, die Gärung, die Destillation und Fertigmachung1) kommt aus bzw. wird in den angeführten Gemeinden durchgeführt.
8.11. Nußbacher Nußlikör Alkohol, grüne Walnüsse, Zucker, Gewürze Gemeinde Nußbach/OÖ Es dürfen nur grüne Nüsse, die ausschließlich in Nußbach (OÖ) in der Woche der Sommersonnenwende geerntet wurden, verwendet werden. Extraktion der grünen Nüsse nur in Alkohol bis + 30° C; Alkoholgehalt mind. 20 %vol. mind. 50 % des Alkohols aus Kernobstdestillaten Keine Verwendung von Aroma-stoffen Herkunft der Walnüsse und Herstellung ausschließlich aus bzw. in der genannten Gemeinde.
8.12. Pielachtaler Dirndlbrand Kornelkirsche (Cornus Mas L.) Gemeinden: Hofstetten/Grünau, Rabenstein, Kirchberg/Pielach, Loich, Schwarzenbach und Frankenfels Alkoholgehalt: mind. 39 - max. 45 %vol. „Edelbrand" (siehe Abs. 2.1.2) Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung1) ausschließlich aus den genannten Gemeinden kommt bzw. durchgeführt wird.
8.13. Pregler oder Osttiroler Pregler

06.06.2019: Antrag auf Eintragung der geografischen Angabe Pregler; PGI-AT-02512 (Übermittlung der Technischen Unterlage und des einzigen Dokuments via e-Ambrosia an EK)
Obstbrand Apfel und Birne;

Mitverwendung von Zwetschgen nur, wenn in Einzelfällen eine entsprechende Tradition nachgewiesen ist und im Hauptsichtfeld mittels Vermerk oder bildlicher Darstellung über die Mitverwendung informiert wird
Osttirol Alkoholgehalt: mind. 40 %vol. "Edelbrand" (siehe Abs. 2.1.2) Apfelanteil größer Birnenanteil, Birnenanteil nicht unter 25 %; Zwetschgen, soweit zulässig, bis 25 %  (neben Äpfeln und Birnen im genannten Verhältnis, gerechnet auf Alkohol) Destillate, bei denen die Rohstoffe, die Destillation und Fertigmachung*  ausschließlich aus Osttirol kommen bzw. in diesem Gebiet durchgeführt wird. Keine Reifung im Holzfass.

Angabe der Brennerei/des Erzeugers obligatorisch.
8.14. Seitenstettner Dorschbirnenbrand Dorschbirne (Pirus Communis) Bezirke: Amstetten, Waidhofen, Steyr, Enns, Scheibbs, Perg, Melk und Linz Land Alkoholgehalt: mind. 38 - max. 50 %vol. „Edelbrand“ (siehe Abs. 2.1.2) Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus den genannten Bezirken kommt bzw. durchgeführt wird.
8.15. Steirischer Hirschbirnenbrand Hirschbirne (Pirus Communis) Bundesland Steiermark Alkoholgehalt: mind. 38 %vol. „Edelbrand“ (siehe Abs. 2.1.2) Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus dem genannten Bundesland kommt bzw. durchgeführt wird.
8.16. Steirischer Kronprinz Rudolf Apfelbrand Äpfel der Sorte Kronprinz Rudolf Bundesland Steiermark Alkoholgehalt mind. 42 %vol.,
"Österr. Qualitätsobstbrand"
ohne Zuckerzusatz, möglichst mit Jahrgangsangabe
Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus dem genannten Bundesland stammen bzw. durchgeführt werden.
8.17. Steirisches Kriacherl Pflaumenbrand Pflaumen der Type „Blaue Kriecherl“ Bundesland Steiermark Alkoholgehalt mind. 42 % vol.,
"Österr. Qualitätsobstbrand"
ohne Zuckerzusatz, möglichst mit Jahrgangsangabe
Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachungausschließlich aus dem genannten Bundesland stammen bzw. durchgeführt werden.
8.18. Steirischer Maschanzker Apfelbrand Äpfel der Sorte Maschanzker Bundesland Steiermark Alkoholgehalt mind. 42 %vol.,
"Österr. Qualitätsobstbrand"
ohne Zuckerzusatz, möglichst mit Jahrgangsangabe
Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus dem genannten Bundesland stammen bzw. durchgeführt werden.
8.19. Subirer
07.06.2019: Teil des Antrags auf Eintragung der geografischen Angabe Bodensee Birnenbrand (mit oder Angabe der Sorten(n)); PGI-DE+AT+CH-026756 (Übermittlung der Technischen Unterlage und des einzigen Dokuments via e-Ambrosia an EK; federführend DE)
Birnenbrand Subirne/Saubirne, syn. Haberbirne (Pyrus communis) Bundesland Vorarlberg Alkoholgehalt: mind. 40 % vol. "Österr. Qualitätsobstbrand";
kein Zusatz süßender Erzeugnisse,
kein Zusatz von Farbstoffen, sonstigen Lebensmittelzusatzstoffen, anderen Stoffen/Bonifikateuren
Die gebräuchliche Sortenbezeichung "Subirer" ist Destillaten vorbehalten, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachung* ausschließlich aus dem genannten Bundesland kommt bzw. durchgeführt wird.
8.20. Wildschönauer Krautinger Halmrübenbrand Halmrübe (Stoppelrübe) (Brassica rapa L.ssp.rapa) Gemeinde Wildschönau Alkoholgehalt: mind. 39 - max. 49 %vol. Ausschließlich für Erzeugnisse, bei denen sowohl der Rohstoff als auch die Destillation und die Fertigmachung* aus der genannten Gemeinde kommt bzw. durchgeführt wird.
8.21. Zillertaler Scheuerlbirnenbrand Scheuerlbirne (Pirus Communis) Gemeinden: Mayerhofen, Hippach, Ramsau, Zell a. Z., Rohrberg, Aschau, Kaltenbach, Ried i. Z., Uderna, Fügen, Bruck i. Z., Hart, Schlitters, Alpbach, Reith i. A. Brixlegg Alkoholgehalt: mind. 39 - max. 49 %vol. „Edelbrand“ (siehe Abs. 2.1.2) Destillate, bei denen der Rohstoff, die Destillation und Fertigmachungausschließlich aus den genannten Gemeinden kommt bzw. durchgeführt wird.

* Unter dem Begriff "Fertigmachung" ist jede nach der Destillation erfolgte Be- oder Verarbeitung zu verstehen, wobei die Herabsetzung des/der hochprozentigen Destillate/s auf Trinkstärke mit Wasser, die Abfüllung in Flaschen oder andere geeignete Verkaufsbehälter sowie das Etikettieren und Verpacken grundsätzlich auch außerhalb des genannten Gebietes erfolgen kann.

Die Beurteilung erfolgt gemäß den allgemeinen Beurteilungsgrundsätzen des Codexkapitels A 3 "Allgemeine Beurteilungsgrundsätze".

Präambel

Der Pregler ist ein Edelbrand, der zumindest seit dem 18. Jahrhundert in Osttirol, damals aus Streuobst gebrannt wurde. Seine Herstellung unterscheidet sich geringfügig nach der Tradition des jeweiligen Brenners.

Sowohl bäuerliche als auch gewerbliche Brenner legen allergrößten Wert auf eigene Tradition, heimatnahe Produktion, beste Qualität des Obstes, Hygiene in der Ver-arbeitung und sachgerechte Brennkunst. Der Osttiroler Brenner identifiziert sich in besonderer Weise mit „seinem" Pregler, weshalb die Erstellung von allgemein gültigen Regeln unter Bedachtnahme auf die individuellen Besonderheiten mit großer Vorsicht erfolgen muss.

Besondere Bedeutung genießt der Pregler auch für den Fremdenverkehr. Er ist ein gerne gesehener Mitnahmeartikel, die Gäste schätzen ihn aber auch sehr zum Genuss in Osttiroler Gaststätten. Damit gehört der Pregler zur Osttiroler Kultur und bildet ein Stück Regionalität.

Eine Kodifizierung kann nur auf einem behutsamen Kompromiss basieren, der vom gemeinsamen Geist aller getragen wird. Darin werden die zentralen Identifikationsmerkmale festgeschrieben, aber bei der Ausgestaltung soll jener Spielraum offengelassen werden, der nachgewiesenermaßen auch bisher schon genutzt wurde, um eine gewisse Vielfalt zu erzielen, ohne aber den typischen Charakter der Spezialität zu verfälschen. Zur besseren Information des Konsumenten werden Informationselemente vorgesehen.

Pregler oder Osttiroler Pregler

Obstbrand

Die Destillation erfolgt ausschließlich in Osttirol, wobei die Herabsetzung des/der hochprozentigen Destillate/s auf Trinkstärke mit Wasser, die Abfüllung in Flaschen oder andere geeignete Verkaufsbehälter sowie das Etikettieren und Verpacken grundsätzlich auch außerhalb des genannten Gebietes erfolgen kann.

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